Eigentlich hatte ich nur eine einfache Frage gestellt. Aber seht selbst. (Triggerwarnung: Enthält Aussagen von bekennenden Pädophilen) Den Rest des Beitrags lesen »

Am kommenden Montag (dem 05. Oktober) ist anlässlich der beginnenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP eine Mahnwache vor der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen,  in Berlin-Tiergarten, Hiroshimastr. 12-16. Dort werden um 15:00 Uhr die Koalitionsgespräche beginnen. Netzpolitik schlägt 14:00 Uhr zum Treffen vor.

MOGiS schließt sich dem Aufruf zur Mahnwache an. Auch wir wollen der FDP Mut machen, unsere Bürgerrechte in den Verhandlungen nicht nur zu verteidigen sondern auch zurückzuerkämpfen.

Kommt alle und bekräftigt die FDP darin ihre Position zu verteidigen und nicht den Drängen der Unionsfraktionen nachzugeben.

viele Grüße
Christian Bahls

PS: Man kann diesen Post gerne auch weiterzwitschern.
PPS: Da das ganze nicht wie eine Parteiveranstaltung aussehen soll – UND – weil Bürger in Zivil mehr Wirkung erzielen – sind Piraten und Anhänger gebeten worden Ihre Fahnen diesmal bitte zu Hause zu lassen. .. Die Aktion ist viel zu einfach als Parteipolitik zu diskreditieren, wenn er aussieht wie eine Veranstaltung der Piraten-Partei. .. Vielen Dank :)

PPPS: Hier der Originalaufruf des FoeBuD

FoeBuD: Bürgerrechte sind keine Verhandlungsmasse

Der Datenschutzverein FoeBuD veranstaltet am Montag, den 5.10.2009, ab 14 Uhr anläßlich der Koalitionsgespräche zwischen CDU/CSU und FDP eine Mahnwache.

Die Aktion steht unter dem Motto „Bürgerrechte sind keine Verhandlungsmasse!“ und findet vor dem Gebäude der nordrheinwestfälischen Landesvertretung (Hiroshimastr. 12-16) in Berlin statt, wo am Montag die Koalitionsgespräche beginnen.

„Wir wollen die FDP an ihre Wahlversprechen erinnern. Jetzt muß die FDP beweisen, dass sie die Verteidigung der Bürgerrechte ernst meint,“ sagt Rena Tangens vom FoeBuD e.V. „Und die neue Regierung soll wissen, dass die Bürgerrechtsbewegung keine Ruhe mehr geben wird.“

Der FoeBuD, der sich für Bürgerrechte im digitalen Zeitalter einsetzt, fordert u.a. die Abschaffung aller präventiven Überwachungsgesetze, die seit 2001 beschlossen wurden, die Rücknahme der Steuer-ID und der elektronischen Gesundheitskarte sowie die Nichteinführung des RFID-Funkchips im deutschen Personalausweis.

Der FoeBuD war Mitorganisator der Datenschutzdemonstration „Freiheit statt Angst“ am 12. September in Berlin, an der sich mehr als 160 Organisationen und 25.000 Menschen beteiligten. Der FoeBuD verleiht den Datenschutz-Negativpreis BigBrotherAward, der in diesem Jahr zum 10. Mal vergeben wird. Für sein Engagement für die Bürgerrechte erhielt der FoeBuD 2008 die Theodor-Heuss-Medaille.

Kontakt:
Ansprechpartner vor Ort in Berlin: Rena Tangens und padeluun
Tel: 0175-9849933

(Vorneweg ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wir würden ja gerne mit Frau von der Leyen reden ..)

Hallo liebe Kinder. Heute erklären wir einmal das Internetz.

Stellt Euch vor, die Welt wäre ein riesiges Einkaufsnetz – wir leben ja auch in einem Kapitalismus – da ist so ein großes Netz und da gibt es viele tolle Sachen. Ganz umsonst.

Deine Lehrerin gibt Dir Hausaufgaben und dann guckst Du im Internetz und plötzlich findest Du die Lösung. Einfach so. Und dann kommt Deine Lehrerin und gibt Deine Lösung, die Du ja selbst gesucht hast, einfach bei Google ein und Dir eine Sechs, weil Du abgeschrieben hast.

Kling komisch? Ist aber so.

Oder Du möchtest Kindergeburtstag feiern und findest tolle Katzenbilder im Internetz und kannst damit Deine Einladungskarten fertigmachen. Einfach so.

Klingt komisch, ist aber so.

Es gibt ja auch noch viele andere Dinge dort, und da möchtest Du dann natürlich hineinfassen und danach greifen, wie man immer so nach schönen Dingen greift.

Nur, manchmal greifst Du hinein und hast auf einmal ganz viel Dreck in der Hand, weil: da ist ja sooooo viel Unrat in dem Netz, da kann man nur Schmutz rausholen und jeden Tag tut jemand mehr davon rein, sodass was Schönes da gar nicht mehr reinpasst.

Klingt komisch, ist aber so.

Und weil die von der UN das alles auch wissen, haben sie dann einen Bericht gemacht damit das jeder lesen kann.

Und vor diesem Schmutz müssen wir Euch natürlich schützen.

Denn eigentlich wollt Ihr ja echt nur Eure Hausaufgaben machen und sucht nach Antworten und fasst dabei ins ungepflegte Netz und da ist dann nur lauter Mist drin.

Stellt Euch mal vor, Ihr fragt nach Bismarck und heraus kommt ‘ne nackte Frau!

Und dann werdet Ihr davon auch noch angefixt und könnt Euch überhaupt nicht wehren, weil doch der Raum Inter-(Einkaufs-)netz so voll mit Schund ist; und da gebt Ihr dann Euer ganzes Taschengeld für aus.

Oder manchmal steht Ihr im Internetz auf einem der Knoten und rechts und links und vor und hinter Euch gibt es lauter tiefe Löcher, wenn Ihr da reinfallt seid Ihr im rechtsfreien Raum.

Das passiert z. B., wenn Ihr mit Euren Freunden in diesem SozialNetz reden wollt … Und da ist dann so ein fremder Mann … Damit der Euch nichts tut, müssen wir zuhören, was Ihr mit Euren Freunden so chattet …

Wir wollen Eure Eltern ja nicht damit belasten, Euch zu erklären, dass man mit Fremden am besten nicht zu viel über persönliches redet oder sich vor diesem Webkameradings nicht auszieht oder die fremden Männer (und auch Frauen) auch auf keinen Fall trifft

Auch wenn die NetzKommMuhNieTie etwas anderes will: Das Internetz darf kein rechtsfreies (Einkaufs-)Netz sein!!!

Und darum brauchen wir jetzt auch die Stoppschilder im Internetz. Wie im Straßenverkehr zeigen Stoppschilder nämlich auch im Internetz, dass Recht und Ordnung dort gelten.

Also halten wir Euch und Euren Eltern nun manchmal ein Schild vor die Augen, damit Ihr nicht mehr sehen müsst, wieviel Schmutz im Netz ist.

Wir könnten den Schmutz auch raus nehmen, aber dazu brauchen wir mehr Geld um die ganzen vielen Polizisten zu bezahlen und billiger ist es halt mit einem Schild für uns.

Die NetzKommMuhNieTie sagt das Löschen, so nennen die das, geht ganz einfach … aber das verstehen wir irgendwie nicht.

Klingt komisch, ist aber so.

PS: Man kann diesen Artikel gerne auch weiterzwitschern.

Rette Deine Freiheit!

September 14, 2009

(Vorneweg ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wir würden ja gerne mit Frau von der Leyen reden ..)

Name

Alexander Lehmann hat Heute sein neues Projekt vorgestellt: „Rette Deine Freiheit!“ dort geht es um das Zugangserschwerungsgesetz, welches am 18.6.2009 vom Bundestag beschlossen wurde.

Dazu hat Alexander Lehmann folgendes Video produziert:

Wie sagte man in der SPD doch früher so schön: „Mundfunk schlägt Rundfunk“, deswegen: Man kann diesen Post gerne auch weiterzwitschern.

Auf zu neuen Ufern ..

September 11, 2009

(Vorneweg ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wir würden ja gerne mit Frau von der Leyen reden ..)

Name

Am Sonnabend dem 12.09.2009 findet vor der Demonstration „Freiheit statt Angst“ in Berlin die MOGiS-Mitgliederversammlung statt. Auf dieser wird voraussichtlich der folgende Sazungsentwurf verabschiedet. MOGiS wird damit dann mittelfristig in einen e.V. übergehen.

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen um ein paar persönliche Worte loszuwerden.

PS:Zuerst möchte ich auf den Vereinsnamen eingehen. Mir behagt das Wort „Opfer“ im Namen nicht so sehr – das tat er eigentlich schon bei der Gründung nicht -MBGIZ oder MÜGIS waren aber nicht sooo knackige Namen. MOGiS ist ja jetzt als Marke relativ erfolgreich etabliert, für den Moment schlage vor zu sagen: „MOGiS: eine Stimme für Betroffene“

Das Wort „Opfer“ hat eine Eigendynamik, der auch ich mich nicht wirklich erwehren konnte[0]. Ich habe zwar in einem gewissen Sinne lebenslänglich, bin aber auch mehr als nur Opfer sexuellen Missbrauchs[1]. Nicht alle meine Regungen und Gefühle werden durch irgendwelche Kindheitstraumata bestimmt.

Aus meiner jetzigen Warte, würde ich dazu raten zu sagen: „Ich wurde [als Kind] [sexuell] missbraucht/misshandelt“ .. mit der Aussage und der Einstellung: „Ich bin Opfer sexuellen Missbrauchs“ mache ich mich selber zu einem Ding[2] und werfe mich zudem zurück in die Zeit, als ich wenig Kontrolle über und wenig Wissen um die mit mir geschehenen Handlungen hatten.

Diese Auseinandersetzung sollte meines Erachtens nicht ständig geführt werden und kann es wohl auch nicht – Manchmal braucht es eben Urlaub vom Opfer-sein :) .

Die Opferrolle gibt zudem vielleicht die Möglichkeit die Wärme und Zuneigung zu bekommen, die man braucht. Dies aber zu einem hohen Preis. man verliert eine Teil der eigenen Initiative. Die gesellschaftlich akzeptierte Opferolle ist meines Erachtens viel zu klein um wirklich hilfreich zu sein.

Vielleicht hilft es ein wenig, wenn wir einerseits etwas freier äußern, wenn wir Nähe oder Verständnis brauchen und andererseits wahrnehmen, dass unsere Mitmenschen eben dieser Nähe und Verständnis bedürfen – und dies auch ohne, dass es dafür dann einen speziellen Grund geben muss -> Mensch-sein sollte Grund genug sein.

Weiterhin glaube ich, dass wir bei MOGiS jetzt so langsam die Mischung an Aktiven bekommen[3], die es mir erlaubt, etwas in den Hintergrund zu treten.

viele liebe Grüße
Christian Bahls

[0] wie man vielleicht zwischenzeitlich gemerkt hat

[1] obwohl ich ehrlich gesagt finde, es gibt nicht den Missbrauch .. Jeder Gebrauch eines Menschen ist ein Missbrauch – weil es Ihn entmenschlicht, zu einem Ding macht und damit seiner Würde und Selbstachtung beraubt.

[2] indem ich meine Individualität der Rollenvorstellung von „Opfer sexuellen Missbrauchs“ unterordne

[3] trotzdem, oder gerade: deswegen, möchte ich jeden Interessierten auffordern sich in MOGiS einzubringen. Wer Sonnabend dabei sein möchte meldet sich am besten heute per Email oder über unser Kontakttelefon: +49 176 78588016

(Vorneweg ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wir würden ja gerne mit Frau von der Leyen reden ..)

Name

Die polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2008 ist jetzt verfügbar. Wir hatten es schon vermutet: Es gab gute Gründe diese PKS etwas aus dem Lichte der Öffentlichkeit zu halten.

Wahrscheinlich ist die Presse gerade etwas mit dem Wahlkampf oder mit dem Vorfall in Afghanistan beschäftigt – Deswegen möchte ich hier auf ein paar Details aus der PKS 2008 hinweisen:

  • Über 83% der Opfer sind älter als 5 (Tabelle 91 Seite 3 Schlüssel: 1316 [Seite 459 im PDF]) (dazu Frau von der Leyen)
  • Die Anzahl der Fälle von banden- oder gewerbsmäßiger Verbreitung ist auf etwa ein Drittel gesunken (Schlüssel: 1432, -64%, 347 -> 123 Fälle) (der sogenannte kommerzielle Massenmark
  • Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote von 82,7% auf 55,3% gesunken (durch Überlastung aus der Operation Himmel?) [1]
  • 79,4% der Täter bei banden- oder gewerbsmäßiger Verbreitung waren alleinhandelnd

viele Grüße
Christian Bahls

#fußnoten
[1] Vielleicht ist dies einer der Gründe, warum Herr Oberstaatsanwalt Vogt zum 1.1.2010 zurücktreten will?

PS: Wie sagte man in der SPD doch früher so schön: „Mundfunk schlägt Rundfunk“, deswegen: Man kann diesen Artikel gerne auch weiterzwitschern.

PPS: wer noch andere Details findet, kann uns diese per E-Mail oder in den Kommentaren mitteilen.

PPPS: Verlinkungen sind auch hilfreich (sie helfen dem Longtail)

(Vorneweg ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wir würden ja gerne mit Frau von der Leyen reden ..)

Name

In der Unterhaltung, auch mit Sperrgegnern, fällt mir manchmal auf, dass im Moment ein etwas ungünstiges mentales Modell zu den Internetsperren vorherrscht: Dass nämlich die Stoppschilder quasi dem Zugriff auf die Webseiten „im Wege stehen“. Das ist so nicht der Fall.

Es ist eher so, dass man durch einen falsche Wegweiser  in eine Sackgasse geschickt wird, an deren Ende dann merkwürdigerweise ein Stopp-Schild aufgestellt wurde (wobei man eigentlich auch so schon nicht weiterkommen würde).

Ich möchte also folgendes Gedankliche Modell anbieten:

Mal angenommen, der Herr Ziercke vom BKA, hätte sich am 27.8.2008 nicht der Bekämpfung von Kinderpornographie, sondern der Bekämpfung des Rauschgifthandels verschrieben. Er hätte also gefordert, dass alle Telefonbuchverlage und -Auskünfte zur Sperrung von Telefonnummern, welche vom BKA auf einer gesonderten Sperrliste geführt würden, verpflichtet werden.

Wenn man nun also in der Auskunft nach Herrn Müller-Meier-Schmidt fragt (oder in einem Telefonbuch nachsieht) soll man dort nicht mehr seine Nummer finden, sondern die Nummer eines speziellen Sperrtelefons. Dieses Sperrtelefon ist an einen Anrufbeantworter angeschlossen, welcher in einer Dauerschleife meldet:

Die Person, die Sie zu erreichen versuchen wird verdächtig Drogen zu vertreiben. Um zu verhindern, dass Sie Drogen kaufen oder durch das Angebot an Drogen zum Drogenkonsum verführt werden, haben wir Ihren Anruf umgeleitet. Ihre Telefonnummer und die Zeit des Anrufs werden aufgezeichnet. Die Daten werden vorraussichtlich nicht zur Strafverfolgung wegen Besitzverschaffung verwendet.

Gegner dieser Maßnahme würden einwenden, dass das gegen den echten Drogenkonsum nicht hilft, weil man ja in alten Telefonbüchern oder bei Telefonbüchern im Ausland nach der korrekten Nummer des Dealers suchen kann. Stattdessen werden Menschen des Drogenkonsums verdächtigt, welche Herrn Müller-Meier-Schmidt wegen dessen Rasenmähersversandts anrufen, oder bei der Suche nach  Müller-Meyer-Schmitt die falsche Nummer herrausgesucht haben.

Auch würden die Gegener dieser Drogenszene-Kontakt-Erschwerungs-Sperre einwenden, dass Persönlichkeitsrechte von Unbeteiligten verletzt wären, z.B. wenn Unschuldige auf dieser Sperrliste landen würden. Auch würde eingewandt, dass der Eingriff in die persönlichen Freiheitsrechte so umfassend ist, dass ein Richter über die Aufnahme auf die Sperrliste entscheiden sollte.

Kenner der Szene würden vielleicht noch erwähnen, dass telefonische Drogen-Lieferservices wegen der hohen Entdeckungsgefahr eher unüblich sind. Die harten Substanzen würden eher in Peer-to-Peer-Netzwerken und in geschlossenen Nutzegruppen, wie in Discos, gehandelt.

Aber in dieser Debatte ging es nicht um harte Drogen, sondern um das deutlich emotionalisierbarere Thema „sexueller Kindesmissbrauch“. Zudem sind die Eingriffe in die Struktur des Internets leider nicht so offensichtlich, wie die oben angeführten hypothetischen Eingriffe in das Telefonnetz.

viele Grüße
Christian Bahls

dieser Text ist für nichtkommerzielle Nutzung frei

PS: Wer möchte, kann diesen Artikel gerne auch weiterzwitschern.

PPS: genuineBen hat Recht, diesen Text versteht wahrscheinlich auch die Oma, Um die Verbreitung zu fördern, ist dieser Text für nichtkommerzielle Nutzung gemeinfrei. Ansonsten bitten wir um Namensnennung (MOGiS), mit Verweis auf http://mogis-verein.de.

Name

In der ganzen Debatte um Internetsperren fällt auf, dass der Protest von Opferverbänden (wie z.B. auch Trotz Allem e.V.) gegen die Sperren im Ministerium ungehört verhallt zu sein scheint.

Wir würden deswegen gerne endlich mal persönlich mit Frau von der Leyen reden.

Obwohl wir seit unserer Email vom 13. April 2009 (und den dazugehörigen Telefonaten), sowie spätestens seit unserem Besuch auf der Rio-Nachfolgekonferenz[1] in Berlin am 30. Juni 2009, wenigstens dem Staatssekretär Hoofe und der Abteilungsleiterin Frau Dr. Niederfranke persönlich bekannt sein sollten, hat es das BMFSFJ bisher tunlichst vermieden den Kontakt mit uns zu suchen.

Deswegen möchte ich an dieser Stelle mal etwas vielleicht ungewöhnliches versuchen:

Ich möchte jeden, der ein Interesse am Zustandekommen eines (halb-) öffentlichen Treffens zwischen Frau von der Leyen und MOGiS vor der Bundestagswahl hat, bitten, den Kontakt mit dem Ministerium und Frau von der Leyen zu suchen und nachzufragen, ob sie nicht vielleicht zu einem Gespräch mit MOGiS zur Verfügung stehen möchte.

Vielleicht ergibt sich so ja die Möglichkeit über einige der Schwächen,  Lücken und Fehler, die wir in ihrer Argumentation sehen, zu reden.

Als Kontakte bieten sich an:

  • 030 20655 1050 Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
  • 030 20655 1005 Das Ministerbüro (der heiße Draht .. seid bitte extra freundlich zur Frau Schwarz, sie macht dort nur ihren Job, danke :)
  • 030 20655 1060 Pressestelle (vielleicht nach Herrn Flosdorff fragen) auch: presse@bmfsfj.bund.de
  • 030 20655 1905 Büro Frau Dr. Niederfranke (die zuständige Abteilungsleiterin; wir wollen aber mit Frau von der Leyen persönlich reden!)
  • Allgemein ist der Kontakt möglich unter: poststelle@bmfsfj.bund.de

Erfahrungsgemäß funktioniert ein freundlicher Anruf mit nachfolgender und angekündigter E-Mail am besten (nach direkter E-Mail Adresse fragen). Briefe oder Faxe sind natürlich auch möglich.

Ich würde darum bitten, höflich und freundlich zu fragen, ob es sich nicht vielleicht einrichten lassen würde, dass Frau von der Leyen vor der Wahl mit dem Verein „MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren“ an einem neutralen Ort Ihrer Wahl über die Problematik „Internetsperren & Opferschutz“ redet.

Die Kontaktdaten wurden gerade noch einmal in einer E-Mail mit dem Betreff „Kontaktdaten MOGiS“ [2] an das Ministerbüro und die Pressestelle versandt.

vielen Dank im Voraus
und viele Grüße

Christian Bahls
Vorstand MOGiS

Mit der Bitte zum Weitersagen.

PS: Wenn Ihr wollt, dann dokumentiert Eure Kontaktaufnahme doch hier in den Kommentaren :) .. Zahlreiche Verlinkungen sind uns natürlich auch willkommen :)

PPS: Frau von der Leyen steht auf Listenplatz 1 der Landesliste der CDU für Niedersachsen. Außerdem ist sie Direktkandidatin der CDU im Wahlkreis 043 (Hannover II). Vielleicht gibt es auch dort Möglichkeiten sie zu kontaktieren (vielleicht hier in den Kommentaren bekannt geben). Frau von der Leyens hat übrigens auch einen Auftritt bei Abgeordnetenwatch.

#fußnoten:
[1] aus deren Teilnehmerliste wir interessanterweise verschwunden sind.
[2] Message-IDs:
<3fe5360d0909050540v3da138b8q982fba1c99e530f3@mail.gmail.com>
<3fe5360d0909050621n4ecf8bdo76d9f3eae730bc5d@mail.gmail.com>

Name

Im Artikel „Die unsägliche Argumentation einer Frau von der Leyen“ hatten wir ja in den Kommentaren eine kurze Unterhaltung zum Thema Posenphotos.

Daraufhin hat uns ein Leser auf Posenphotos bei einem japanischen Freehoster (auch Hosting Provider genannt) hingewiesen.

Die meisten Provider haben Acceptable Use Policies. Diese sind häufig deutlich enger gefasst, als die Gesetze des Landes in dem die Server angesiedelt sind.

Mit dem Verweis auf dessen eigenen AUP’s kann man den Hoster bitten, die Seiten zu entfernen und den Nutzer-Account zu sperren. Ich habe also folgende E-Mail an den Hoster geschrieben:

konnichiwa

watashino namae Christian Bahls(kulisuchia-n ba-lusu) desu.
watashiwa doitsujin desu.

watashiwa nihongo sukoshi dake hanashimasu
sore kara eigo de kakimasu.

Dear Mr./Mrs,

it was brought to our attention that one of your customers
hosts sexually explicit contents showing naked children
at one of your hosts:

http://kleinekinder.blog.hoster.jp[1]

We believe that it is in line with your acceptable use policy[2]
to remove that content from your website and block the
upload to that customers account.

You would be really grateful if you could remove this images.

We would also be really thankful for a reply.

domo arigato gozaimasu

yours
Christian Bahls

Der Freehoster hat zwei Tage später wie folgt geantwortet:

Dear christian

we deleted the following blog site and user’s account immidiately.
Please check it.

Thank you for your request.
Hoster

Naja .. das BKA hätte die Seite wahrscheinlich einfach widerrechtlich auf die Sperrliste gesetzt (dabei wären die Inhalte [nach BGH-Urteil] in Deutschland wahrscheinlich sogar legal – wenn eben auch moralisch verwerflich).

Die Begründung wäre gewesen, dass sie als Behörde ja keinen Druck auf einen Hoster in Japan ausüben können. Für das BKA scheint es nur die Möglichkeit zu geben, Zwang auszuüben, es will wohl einfach nicht kooperieren.

Viele Dinge löst die Zivilgesellschaft am besten unter sich. Dieses Prinzip nennt sich Subsidiarität. Wie im oben geschilderten Fall kann eine nette freundliche E-Mail manchmal kleine Wunder bewirken.

Christian Bahls

PS: Wer möchte, kann diesen Artikel gerne auch weiterzwitschern.


[1] Eine sinngemäße Umschreibung
[2] Zitat aus den Terms of Service des Providers:

9. Prohibited Activities
The following is a partial list of the kind of Content that is illegal or prohibited to post on or through the FC2 website. FC2 reserves the right to investigate and take appropriate legal action against anyone who, in FC2′s sole discretion, violates this provision, including but not limited to, removing the offending communication from the FC2 services and terminating the membership of such violators. If FC2 terminates your Membership because you have breached the Agreement, you shall not be entitled to the refund of any unused portion of subscription fees. You agree not to use FC2ID service to:

1. Disturb public order or upset social customs
Upload, post, email or otherwise transmit any Content that contains nudity, violence, or offensive subject matter or contains a link to an adult website and exploits people in a sexual or violent manner. According to the discretion of FC2, such as the violation of these provisions, will be immediately deleted without warning.

Sehr geehrter Herr Ehrmann,

mit Entsetzten habe ich Ihre Einlassungen zum Urteil gegen den Bundestrainer E. K. gelesen.

Sie wenden sich dort gegen die Möglichkeit der Strafmilderung durch vollumfängliches Geständnis, welches die Notwendigkeit einer Zeugenaussage durch Missbrauchsopfer erübrigt.

Sie sind anscheinend der Auffassung, den Kindern wäre eine Aussage vor einer Kamera zuzumuten.

Dazu möchte Ich Ihnen eines sagen: Die Aussage vor einer Kamera ist sicherlich weniger traumatisierend als eine Aussage in Gegenwart des Täters, es ist aber trotzdem nicht unbedingt förderlich sich vor einer (durch die Kamera vermittelten) Öffentlichkeit soweit entblößen zu müssen.

Für mich war es schon schwierig genug, mich überhaupt öffentlich dazu zu bekennen, als Kind sexuell missbraucht zu worden zu sein. Die Umstände der Tat erzählen zu müssen scheint noch teilweise möglich. Den Herrgang schildern zu müssen scheint mir unmenschlich. Das Stigma der Tat klebt eben (gerade bei Jungen) auch am Opfer.

Auch sollte man nicht vergessen, dass eine aktive Beschäftigung mit diesem Thema zu einer Retraumatisierung und damit zu einer psychologischen Krise führen kann.

Eine Vermeidung von weiteren Belastungen der Opfer durch geständige Täter ist also meines Erachtens uneingeschränkt zu begrüßen.

Ich möchte Sie hiermit bitten, sich über die Formen und Folgen sexuellen Missbrauch an Kindern zu informieren.

Weiterhin möchte ich Sie zu einem sensibleren Umgang mit den Themen Missbrauch/Misshandlung ermutigen.

viele Grüße
Christian Bahls; Vorstand und Gründungsmitglied MOGiS
Verein MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren

PS: Ich verstehe auch nicht wirklich was sie mit Ihren Forderungen nach harten Strafen erreichen wollen. Geht es Ihnen um Publicity? Machen Sie PR mit dem Thema „sexueller Kindesmissbrauch“?
PPS: Wird mit verschärften Strafandrohungen das Dunkelfeld vielleicht nicht eher vergrößert? Entdeckung hätte dann noch drastischere Folgen.
PPPS: Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass eventuell immer dann Kinder bei oder nach sexuellem Missbrauch ermordet werden, wenn das Thema gerade so aufgeheizt medial präsent ist wie jetzt?

Man kann diesen Artikel weitersagen.

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